Willkomen beim Zum Nat'l

im Volksmund kurz - Nat'l - genannt

Aktuelles


Gründung des Vereins im Jahr 1886

In dem heute nicht mehr existierenden Gebäude des "Bürgergarten" in Leipzig-Kleinzschocher fanden sich allwöchentlich einige Bürger ein, um am Stammtisch ihrem Doppelkopf zu huldigen. In diesem Kreis erschien auch Herr Friedrich Prater, der an dem Spiel nicht teilnahm, dafür aber bei passender Gelegenheit die Lehre von Prießnitz an den Mann brachte. Zwar hatte man von dieser Heilmethode schon gehört aber noch keine Stellung dazu genommen, zumal diese ganze Bewegung von gewisser Seite aus als Kurpfuscherei verschrieen wurde. In Folge der unermüdlichen Aufklärung Praters erkannten die noch abseits Stehenden bald, daß die Naturheilkunde eine sehr ernst zu nehmende Sache war, die mit Kurpfuscherei nicht das Geringste zu tun hatte. Der schwere Kampf, der um die Lehre von Prießnitz geführt werden mußte, konnte aber nicht die Angelegenheit eines Einzelnen bleiben und so gelang es Prater bald, die Naturheilanhänger zu dem "Verein für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise zu Kleinzschocher" j.P. zusammen zu schließen. Die Gründung erfolgte am 07. Februar 1886. Der junge Verein behielt seinen Sitz im "Bürgergarten" und wählte Friedrich Prater zu seinem ersten Vorsitzenden.

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Entstehung der 1. Gartenkolonie im Jahr 1894

In der Generalversammlung am 22. Januar 1892 wurde Karl Pötsch zum 1. Vorsitzenden gewählt. Seine Amtsperiode bis zum August 1894 ist von ausschlaggebender Bedeutung für den Verein geworden. Im Protokoll vom 18. Juli 1893 ist zu lesen: "Der Vorstand gibt bekannt, dass im Gesamtvorstand der Wunsch entstanden ist, eine Gartenkolonie zu gründen. Es werden hierüber verschiedene Aufklärungen gegeben. Nachdem man die Meinung der Mitglieder gehört hat, wird ein Ausschuß aus den Herren August Remmelt, Gustav Schnorr, Karl Rothe, Robert Kapelle, Robert Schnorr und Rossbach zur weiteren Ausarbeitung des Projektes gewählt". Bereits am 09. März 1894 wurde dieser Wunsch zur Wirklichkeit. Der Verein hatte von der Kirchengemeinde das Areal hinter dem neuen Friedhof in Kleinzschocher gepachtet. Es begann eine Zeit angestrengten Schaffens aller beteiligten Mitglieder. Die Umzäunung geschah in eigener Regie, und bald ging es an die Einrichtung der zugeteilten Gärten. Um auch den leiblichen Bedürfnissen der Mitglieder gerecht zu werden, wurde noch im selben Jahr ein Vereinshaus gebaut. Allerdings mußten zu Beginn die Vorträge, Sitzungen und Versammlungen noch in Gastwirtslokalen, zumeist im Bürgergarten, Ratskeller, Erholung, Reichsverweser und im Trompeter zu Großzschocher abgehalten werden, da das Vereinshaus nur über eine beschränkte Schankkonzession verfügte. Die Schaffung der Gartenanlage war eine gemeinnützige Tat des Vorstandes und wird für immer ein Markstein in unserem Vereinsleben sein.

Umzug des Vereins auf das heutige Gelände im Jahr 1913

Im Herbst des Jahres 1912 begann der Umzug auf das heutige Gelände. Wertvolle Bäume und Sträucher wurden verpflanzt, gut erhaltene Lauben wechselten Ihren Standort. Im April 1913 hat der Schöpfer und Erbauer des neuen Vereinshauses, Hermann Hartung, sein Werk vollendet. Am 13. Juni 1913 fand die feierliche Einweihung statt. Seit dem Jahr 1922 besteht eine Vereinsgaststätte unter dem Namen "Zum Nat'l".

Vereinsanlage im Jahr 1913

Das Licht - Luft - und Sonnenbad diente zur Erholung der Vereinsmitglieder und Gäste von 1913 bis kurz nach 1945. Es wurde Mitte der fünfziger Jahre abgerissen.


Freitag 14.09.2018 - Oktoberfest
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